Die Sanierung effektiv mit der WEG abstimmen

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Zur Förderung von energieeffizienten Bauen oder Sanieren gibt es zahlreiche Programme, die meist als Zuschuss und als Darlehen mit sehr günstigen Kredit- und Zinskonditionen erhältlich sind.

So gibt es Zuschüsse für eine Optimierung eines Heizsystems, für die Begleitung der Bau- oder Sanierungsmaßnahme eines Sachverständigen (wiederum wichtig für den Erhalt von anderen Zuschüssen) oder für den Austausch von Nachtspeicherheizsystemen, die sich als extrem uneffizient herausgestellt haben.

Die Zuschüsse sind meist mit einer Maximalsumme oder maximalen Prozentsatz gedeckelt neben einer Untergrenze, unter der keine Auszahlung erfolgt.

Sanierungen, die mit allgemeinen Instandhaltungsmaßnahmen oder Fassadenanstrichen verbunden sind, sind generell nicht Objekt einer staatlichen Förderung. Diese lassen sich aber mit Krediten von privaten Banken finanzieren.

So beteiligen Sie die WEG / Wohnungseigentümergemeinschaft

Wenn Sie als Wohnungseigentümer nicht jede Entscheidung dem Hausverwalter oder dem Beirat überlassen möchten, müssen Sie sich mit den anderen Eigentümern austauschen und kommunizieren. Gerade wenn gewichtige Probleme anstehen, die alle gleichermaßen betreffen, ist es zweckmäßig die Meinungsbildung voran zu treiben und gegebenenfalls dem Hausverwalter die Richtung vorzugeben.

Auch wenn Sie mit einer Handlung des Verwalters nicht einverstanden sind, können Sie in Absprache mit den anderen Eigentümern eine Regelung herbei führen. Es stellt sich die Frage, inwieweit Sie in einer Telefonkonferenz wirksam Beschlüsse fassen können.

Sie können dazu nach dem Gesetz jederzeit eine außerordentliche Eigentümerversammlung einberufen oder durch den Hausverwalter einberufen lassen, wenn dies von mindestens einem Viertel der Wohnungseigentümer unterstützt wird. Dabei sind der Zweck und die Gründe schriftlich mitzuteilen. Eine Ladungsfrist gibt es hierfür nicht. Formal muss die Einladung schriftlich erfolgen.

Schriftliches Umlaufverfahren ist ebenfalls möglich

Sie können auch in einem schriftlichen Umlaufverfahren außerhalb einer Eigentümerversammmlung wirksam einen Beschluss fassen. Gesetzlich zwingende Voraussetzung ist aber, dass alle Wohnungseigentümer dem Beschluss zustimmen. Es muss ein einstimmiger Beschluss zustande kommen, da andernfalls das rechtliche Gehör einzelner Eigentümer beeinträchtigt werden könnte. Das Gesetz stellt dabei auf den Minderheitenschutz und die Rechtssicherheit ab und lässt keine Ausnahme zu.

Sie können sich in besonders dringenden Fällen, vor allem bei einem überschaubaren Personenkreis, auch in einer Telefonkonferenz zusammen finden und die anstehenden Angelegenheiten besprechen. Um einen Beschluss dann aber bestandsfähig zu machen, müssen Sie ihn durch die Eigentümer einstimmig wiederum schriftlich bestätigen lassen. Kommt keine Einigung zustande oder fehlt es an der Schriftform, ist der Beschluss nichtig oder er bleibt anfechtbar. Eine Telefonkonferenz kann also nur der erste Schritt sein, um Probleme abzuklären.

Sanierung: Werterhalt steht an erster Stelle

Für den Anstrich eines Hauses, ist auf glatten oder strukturierten mineralischen Untergründen die richtige Fassadenfarbe einzusetzen. Die Farben sind umweltfreundlich mit viel Wasser und kaum Lösungsmittelanteil. Die Einteilung erfolgt nach Bindemitteln, deren Art und die Menge die Eigenschaften der Fassadenfarbe bestimmen.

Schutzfunktion und Eigenschaften

Die Farben sind nicht nur dekorativ, sondern übernehmen vor allem eine Schutzfunktion. Witterungseinflüsse, die hohe Belastungen erzeugen, und auch UV-Strahlen sowie Umweltverschmutzung werden mit den Fassadenfarben vom Bauwerk abgehalten. Daher sind Fassadenfarben wetterbeständig nach der DIN 18363.

Die nächst wesentliche Forderung an Fassadenfarben ist die Haftung auf dem Untergrund, die Atmungsaktivität – das heißt die Durchlässigkeit von Wasserdampf – und die Beständigkeit gegenüber Moos und Algen. Auch Risse müssen mit Fassenfarben überbrückt werden. Es gibt drei grundlegende Kategorien von Fassadenfarben: Kunstharz- Silikonharzfarbe, Silikatfarbe und Dispersionsfarbe.

In ihren Eigenschaften unterscheiden sie sich bezüglich des Einsatzes auf den entsprechenden Untergründen, der Abtönbarkeit, des Glanzgrades, der Handhabung und der Verfestigungsart. Auch die Atmungsaktivität, die Abweisung von Verschmutzung und Vermoosung und die Wasseraufnahme sind unterschiedlich. Daher sollten Sie je nach dem Putz Ihres Hauses die richtige Kategorie wählen.

Organisch und mineralisch gebundene Fassadenfarbe

Die organisch gebundene Fassadenfarbe, vor allem Kunstharz-Dispersion, ist auf Acrylat-Basis aufgebaut. Wenn reines Acrylat verwendet wird (100% Reinacryl), ist die Fassadenfarbe sehr flexibel, witterungsbeständig und damit sehr hochwertig. Es können Zusätze wie Siloxan hinzugegeben werden, das verbessert die Wasserabweisung und Atmungsaktivität.

Mineralisch gebundene Fassadenfarbe ist durch die Silikatfarben repräsentiert. Als Bindemittel wird Kaliwasserglas verwendet. Um die Eigenschaften der Fassadenfarbe zu verbessern, wird auch Kunsharz-Disperson zugesetzt.

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