Nasse Wände – hier helfen Geräte zur Luftentfeuchtung

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In den meisten Haushalten macht sich wohl niemand Gedanken um die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen. Oftmals wird auch das Lüften deutlich vernachlässigt. Der Schock tritt dann ein, wenn Wände innerhalb der Wohnung nass sind. Meistens zeigt sich die Problematik jedoch schon früher.

Kondenswasser an den Fenstern ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass eine viel zu feuchte Luft in der Wohnung herrscht. Dies kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben. Das größte Problem ist der Schimmelbefall, der sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lässt. Schimmel macht nicht nur krank – man wird ihn auch kaum mehr los, wenn er erst einmal da ist.

Als Sofortmaßnahme sollte darauf geachtet werden, dass die Wohnung gründlich gelüftet wird. Damit ein vollständiger Austausch der Luft gewährleistet ist, muss zweimal täglich gelüftet werden. Alle Fenster bleiben dabei für mindestens 15 Minuten geöffnet. Sollte dies keine Besserung bringen, dann sind weitere Lüftungsintervalle sinnvoll.

Bauwerk oder Mieter können verantwortlich sein

Aber manchmal reicht das auch nicht. Die Schuld dafür liegt nicht immer an dem Mieter. Auch das Bauwerk kann dafür verantwortlich sein, dass die Wände nass sind und irgendwann schimmeln. Eine sehr effektive Möglichkeit sind dann spezielle Geräte zur Luftentfeuchtung.

Es gibt Luftentfeuchtungsgeräte von den verschiedensten Herstellern. Sie sind immer auf die Wohnfläche ausgelegt. Daher muss vor dem Kauf ermittelt werden, welches Modell wirklich den gewünschten Effekt bringen kann. Die meisten Geräte funktionieren ganz einfach. Die Luftentfeuchtungsgeräte werden in der Steckdose angebracht und dann in Betrieb genommen.

Es wird ein wenig dauern, doch mit der Zeit sollte sich die Luftfeuchtigkeit auf ein gesundes Maß regulieren. Das ist nicht nur gut, damit erst gar nicht Schimmel auftritt – auch die eigene Gesundheit wird von einem ausgewogenen Raumklima deutlich profitieren.

Feuchte Stellen schon vor dem Kauf aufspüren

Wenn Sie eine Immobilie kaufen wollen, ist es bei den heutigen Heizkosten von Vorteil, wenn Sie diese Immobilie gründlich begutachten. Seit Januar 2009 ist zwar ein Energiepass vorgeschrieben beim Hausverkauf, aber das muss nicht zwingend heißen, dass das Haus auf energetische Schwachstellen untersucht wurde. Am besten wäre es, Sie beauftragen einen Thermografiedienstleister, der die Immobilie durch eine Wärmebildkamera begutachtet und alle Isolationsschwachstellen sichtbar macht.

Die Aufnahmen mit der Wärmebildkamera kosten circa 150 bis 200 Euro. Am sinnvollsten ist es, die Aufnahmen zu machen, wenn zwischen Innen- und Außentemperatur mindestens 10 bis 15 Grad Unterschied herrschen. Nur so bekommt man auch korrekte Daten. Die Räume müssen mit mindestens 20 bis 23 Grad beheizt sein, damit die Wärmebildkamera aussagefähige Aufnahmen machen kann.

So gehen Sie dabei am besten vor

Am besten ist es auch, diese Aufnahmen früh morgens zu machen, wenn die Außentemperatur noch nicht so hoch ist. Außerdem sollte das Gebäude nicht direkt von der Sonne angestrahlt und somit aufgeheizt sein.

Die Wärmebildkamera kann somit aufgrund von verschiedenen Farbverläufen sichtbar machen, wo sich die Schwachstellen an der Immobilie befinden. Die häufigsten Schwachstellen sind die Fenster, die Türen, Gauben, der Balkon, das Dach oder auch ungedämmte Mauern. Wenn Sie anhand der Bilder der Wärmebildkamera sehen, dass hier „zum Fenster raus geheizt“ wird, müssen Sie sich überlegen, ob Sie die Immobilie dennoch kaufen.

So sind sie im Voraus geschützt vor ungeplanten Kosten, wenn sie Ihre neu erstandene Immobilie nachträglich mit energetischen Maßnahmen sanieren müssen. Auch aus den Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre können sie schon viel über den Energieverbrauch des Hauses ablesen.

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