Massivhaus vs. Fertighaus: Vor- und Nachteile

0 15

Ein Massivhaus wird, wie der Name schon sagt, „massiv“ gebaut. Die tragenden Wände und äußere Hülle werden aus massiven Materialien wie Kalksandstein, Ziegel oder Porenbeton hergestellt. Alle Materialien bestehen aus natürlich vorkommenden Stoffen wie Kalk, Ton oder Gips.

Ein Fertighaus ist ein Haus mit vorgefertigter Grundkonstruktion, aus einer Konstruktion aus Holz oder aus Elementtafeln, die industriell vorgefertigt und vor Ort montiert werden. Bauweise, Architektur und Grundrissgestaltung sind vorgegeben.

Vorteile bei einem Massivhaus

Eine individuelle Planung und Umbauten nach Jahren sind möglich. Aufgrund der besonders schweren Materialien wie Beton oder Kalksandstein besten Luftschall- sowie hervorragender Trittschallschutz. Innen- und Außenwände aus Massivsteinen bieten hervorragende Wärmespeicherung.

Das Massivhaus ist langlebig (oft über 100 Jahre) und hat eine hohe Wertbeständigkeit. Wasserdampf wird absorbiert und auch wieder abgegeben (gesundes Raumklima). Ein weiterer riesiger Vorteil aufgrund der verwendeten, nicht brennbaren Materialien ist der Brandschutz.

Nachteile bei einem Massivhaus

In der Herstellung oftmals kostenintensiver als das Fertighaus bei längerer Bauzeit.

Vorteile bei einem Fertighaus

Der Bauherr kann beim Fertighaus bauen aus vielen unterschiedlichen Hauskonzepten auswählen. Das Fertighaus Bauen ist aufgrund der unterschiedlichen Fertigungstiefe schneller bezugsfertig. Aufgrund der dünneren Außenwandkonstruktion verbleibt nach dem Fertighaus bauen im Innenraum mehr Wohnfläche. Fertighäuser sind viel günstiger.

Nachteile bei einem Fertighaus

Keine individuelle oder vom Architekten erstellte Planung beim Fertighaus bauen, so dass der Bauherr beim Grundriss und der gesamten Architektur beim Fertighaus bauen oftmals Kompromisse eingehen muss. Änderungen in der Architektur sind beim Fertighaus bauen kaum möglich, da dies mit hohen Kosten verbunden sind. Der Schallschutz ist geringer.

Die Beleihungsgrenze für Hypotheken ist aufgrund der geringeren Lebenserwartung niedriger, die Feuerbeständigkeit und der Wiederverkaufswert geringer. Durch die thermisch geschlossene Außenhülle beim Fertighaus bauen ist ein Luftaustausch nicht möglich.

Wichtig: Den Hausbau richtig vorbereiten

Wer sich für ein Hausbau und gegen einer bestehenden Immobilie entschieden hat, der sollte sich für die Planung genügend Vorlaufzeit lassen und sie gründlich vorbereiten. Die Vorteile bei einem Hausbau liegen klar auf der Hand – so entfallen die monatlichen Mietzahlungen und auch in Sachen Altersvorsorge ist eine eigene Immobilie wichtig.

Auch das Familienleben wird durch das Eigenheim bereichert, so können Kinder im Garten spielen und sich austoben – doch davor sollte man ein Einfamilienhaus individuell planen und nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Erst dann kann der Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen. So ist ein Hausbau nicht eine kurzfristige Angelegenheit und das erfordert eine gründliche Vorbereitung und dabei muss verschiedene Punkte wie Finanzierung, Grundstück sowie auch den Wahl des Baupartners beachten und wichtige Entscheidungen treffen.

Der Startschuss beim Hausbau beginnt mit der Suche eines passenden Grundstücks – hier sollte man genügend Zeit einplanen und dieser sollte nicht nur durch den Preis bestimmt werden, sondern auch auf die Lage, Umgebung oder auf die Nachbarn acht gegeben werden. Weiterhin sollte man die Anbindung zur Autobahnen oder öffentlichen Verkehrsmittel beachten und dabei Schulen oder Kindergärten nicht vergessen.

Nach der Besichtigung der Grundstücke muss anschließend das Haus gestaltet werden – auch hier können Fehler gemacht werden und deshalb sollte man sich einen kompetenten Bauherren aussuchen, der bei der Gestaltung unterstützt.

Darauf müssen Bauherren unbedingt achten

Beginnen sollten die Überlegungen, wo und wie das Eigenheim stehen soll. Für diese Planung treten in der Regel Ingenieurbüros und Architekten auf, mit denen sich der Bauherr im Bauplanungsprozess einigt. Dabei können die entsprechenden Bauzeichnungen und -entwürfe so lange optimiert und überarbeitet werden, bis mit dem eigentlichen Hausbau begonnen wird.

Der Bauherr sollte sich grundlegend fragen, welchen Raumbedarf er hat beziehungsweise in Zukunft möglicherweise mit Familie haben wird, und welche Fläche er sich leisten kann. Daraufhin sollte sich der Bauherr erst für einen Haustyp entscheiden. Er muss sich im Klaren darüber sein, ob sich zusätzlich der Bau eines Kellers, der Anbau einer Garage oder der Dachausbau lohnt, der mit einer entsprechenden Dachisolierung zusammenhängt. Doch diese Entscheidungen muss der Bauherr nicht alleine fällen, eine Hilfe bietet ihm hier das Architekturbüro.

Die notwendigen Bauausführungen entwirft nun der Architekt in den Konstruktionsplänen, nachdem die Planung abgeschlossen ist. Oft sind für diese Bauausführungen Bereiche wie Sanitäranlagen, Heizung, Elektrik und Lüftung von großer Bedeutung. Der Bauherr muss sich hier gegebenenfalls um einen Bauleiter kümmern, der für die richtige Umsetzung sorgt.

Verpflichtungen beim Hausbau nicht vergessen

Nicht nur während des Hausbaus, sondern auch davor und auch hinterher sind viele Verpflichtungen und Ämtergänge vorgesehen. Dies sind zum Beispiel Grundbuchämter, Vermessungsamt, Umweltamt, der zuständige Schornsteinfeger oder wichtige Anschlüsse und Versorgungsleitungen. Für den Bauherrn sind immer die Baubehörden der unteren Verwaltungsebene zuständig.

Das könnte dir auch gefallen
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.