Haus bauen: Vom Architekten bis zur Baugenehmigung

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Die Leistung des Architekten bestimmt darüber, inwiefern der Hausbau den eigenen Vorstellungen entsprechen wird. Somit ist jeder potentielle Hausbesitzer, der sich für einen Neubau entschieden hat, auf einen qualifizierten Architekten angewiesen. Doch wie findet man den Richtigen? Architekten gibt es schließlich wie Sand am Meer. Und nicht alle sorgen wirklich für ein zufrieden stellendes Ergebnis.

Damit man sich diesbezüglich nicht für den Falschen entscheidet, sollte man sich bei jedem Architekten über die Referenzen informieren. Wird einem dies verweigert, spricht das schon einmal gegen die Qualität des Fachmannes und man sollte sich anderweitig umsehen. Ein wirklich guter Architekt wird nämlich kein Problem damit haben, über seine bisherigen Arbeiten Auskunft zu geben. In vielen Fällen erhält man sogar Kontaktdaten der bisherigen Kunden, sodass man sich eigenständig darüber informieren kann, ob der Architekt wirklich für einen guten Hausbau sorgte.

Diese Infos sind wichtig bei der Wahl des Architekten

Bei den bisherigen Kunden sollte man sich dann darüber informieren, ob der Architekt auf die Wünsche einging, die bei dem Hausbau geäußert wurden. Darüber hinaus wäre es von Vorteil, sich auch über die finanziellen Aspekte zu informieren. Konnte der Architekt das vorgegebene Budget einhalten oder sind Zusatzkosten entstanden? Hinsichtlich der eigenen Finanzen ist dies von gravierender Relevanz.

Sofern der Architekt in der Vergangenheit gute Arbeit leistete, beauftragt man ihn erst einmal mit der Grundlagenvermittlung und der Vorplanung. Hierdurch wird man feststellen können, ob die Zusammenarbeit mit dem Architekten wirklich gut funktioniert. Ist dies nicht der Fall, wird der Hausbau eben mit einem anderen Architekten durchgeführt.

Der Architektenvertrag im Überblick

Bevor das Hausbauen beginnen kann bzw. der Architekt seine Arbeit aufnimmt, wird zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ein Vertrag abgeschlossen: Der sogenannte Architektenvertrag. Für das Verfassen dieses Dokumentes ist im Regelfall der Architekt zuständig, sodass der potentielle Hausbesitzer nur noch unterschreiben muss. Dies sollte allerdings erst nach reichlicher Vertragsprüfung geschehen. Von gravierender Wichtigkeit ist hierbei eine Klärung hinsichtlich des Honorars. Aus dem Vertrag muss klar hervorgehen, welche Leistungen honorarpflichtig sind.

Für den Kunden ist es leider mit einer großen Schwierigkeit verbunden, einen Überblick über die genaue Honorierung zu behalten. Laut Architektenvertrag unterscheidet man nämlich zwischen der Grundleistung und der zusätzlichen Leistung. Letzteres verursacht zusätzliche Kosten, was das gesamte Hausbauen erheblich teurer machen könnten. Somit ist es unverzichtbar, im Vertrag genau zu prüfen, welche zusätzlichen Kosten entstehen könnten.

Darüber hinaus hat auch die Honorarzone einen gravierenden Einfluss auf die letztendliche Honorierung. Unterschieden wird diesbezüglich zwischen 5 verschiedenen Zonen. Je höher die Schwierigkeit ist, desto höher ist auch die Zone und damit auch der Preis. Sollte es sich beim Hausbauen um ein Einfamilienhaus handeln, wird man im Regelfall der zweiten Zone zugeordnet. Nur in gesonderten Fällen kommt es zur Eingliederung in die dritte Zone.

Doch wie teuer wird der Architekt letztendlich sein? Hierzu mal ein Beispiel: Würde ein Haus 200.000 Euro kosten und der Zone drei zugeordnet werden, müsste man damit rechnen, dass sich das Architektenhonorar auf knapp 25.000 Euro belaufen würde. Diese Kosten sind beim Hausbauen also unbedingt zu berücksichtigen.

Mit der Baugenehmigung geht es los

Ein Hausbau darf erst vonstatten gehen, wenn eine Baugenehmigung erteilt wurde. Das Baugenehmigungsverfahren ist allerdings nicht einheitlich sondern von der jeweiligen Landesbauordnung abhängig. Der Verbraucher wird sich hierum aber nicht eigenständig kümmern müssen. Für gewöhnlich ist es nämlich die Aufgabe des Architekten oder des Ingenieurs, einen Bauantrag einzureichen.

Hierfür wird zuerst einmal der genaue Lageplan benötigt. Dazu kommen dann auch noch die Bauzeichnungen, die Baubeschreibung und die Statik. Den Entscheidungsträgern ist es erst einmal egal, welche Person den Antrag einreicht. Wichtig ist lediglich, dass diese Person über eine Bauvorlageberechtigung verfügt. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass man auf einen Architekten bzw. Ingenieur angewiesen ist.

Wann erhält man in Deutschland eine Baugenehmigung?

Nachdem alle Unterlagen eingereicht wurden, unterliegt die Behörde einer vorgegebenen Frist. Bis zum festgelegten Zeitpunkt muss es also zu einer Entscheidung kommen. In den meisten Fällen erfolgt dann eine Genehmigung. Nur in seltenen Fällen wird von dem Architekten bzw. Ingenieur eine Überarbeitung verlangt, damit der Hausbau in Angriff genommen werden kann.

Aus Sicht des potentiellen Eigentumsbesitzers ist es von gravierender Wichtigkeit, dass eine Baugenehmigung immer an eine Frist gebunden ist. In Regelfall beläuft sich diese auf maximal drei Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Hausbau also beginnen. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Vorgabe hinsichtlich einer möglichen Unterbrechung. In den meisten Fällen wird festgelegt, dass der Hausbau maximal 12 Monate ruhen darf. Sofern man gegen diese Auflagen verstößt, muss ein neuer Bauantrag gestellt werden, damit der Hausbau beginnen bzw. wieder aufgenommen werden kann.

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